
Wir haben uns einen länger gehegten Wunsch erfüllt und reisten ein paar Wochen durch Mexiko. Die kalte Jahreszeit bot sich an (hier 0 grd, dort 25 grd) und Weihnachten und Silvester sind viele freie Tage. Also ging es am 11.12.24 ab nach CDMX.
Die Hauptstadt nahm uns für fast 4 Tage in ihren Bann. Neben dem Zentrum besuchten wir auch die Stadtteile Roma Norte, Coyoacán und San Ángel.
Den ersten Teil unserer Reise buchten wir über mextrotter.com. So war es uns möglich, nach den spannenden Tagen in CDMX mit Edgar als Fahrer 2 Tage in Cuernavaca zu verbringen und auf den Paso de Cortez am Popocatépetl zu gelangen. Auch wenn es nicht mehr als ein Fotostop war, der Vulkan belohnte uns beim Aussteigen aus dem Auto mit einer Rauchsäule. Selbst von Puebla aus war die Rauchsäule noch am Abend zu sehen.
Von Puebla aus ging es mit dem ADO-Bus weiter nach Oaxaca de Juárez. Ein Besuch, der sich lohnte. Oaxaca ist eine lebendige Region mit interessanten Ausflugszielen. Wir besuchten den Arbol de Tule, eine Teppichmanufaktur, die „versteinerten“ Wasserfälle von Hierve el Agua, die historischen Stätten von Mitla und Monte Albán und lernten etwas über Mescalherstellung.
Hier endete die Unterstützung von Mextrotter.
Wir flogen nach Cancun und reisten mit einem Mietwagen weiter. Unser erstes Ziel auf Yucatan hieß Valladolid. Von dort aus ist Chichén Itzá nicht weit. Der Besuch ist ein Muss. So verbrachten wir den ganzen Tag dort. Nachdem der Massenansturm zur Mittagszeit vorbei war, konnten wir in Ruhe das Treiben der Echsen an den Tempelmauern erleben und die große Pyramide fast ohne Personen im Bild ablichten.
Auf dem Weg ans Meer nach Tulum stoppten wir noch in Coba, einer Tempelanlage im Dschungel.
Die Unterkunft in Playa de Tulum war recht teuer, aber dafür umso einfacher. In unserer Hütte gab es nicht einmal eine Tür zur Toilette. Immerhin wohnten wir zu Weihnachten direkt am Meer. Wir genossen die Drinks und entspannten für 2 komplette Tage.
Danach fuhren wir nach Bacalar. Hier waren wir mit Alex verabredet, der bereits die letzten Jahreswechsel dort verbracht hatte. Die Lagune war einladend. Interessant war hier auch der Besuch der Mennonitensiedlung Salamanca.
Am 2.Januar verabschiedeten wir uns von Alex und fuhren mit einem Zwischenstop in Becán nach Calakmul. Die Lodge Puerta Calakmul liegt direkt an der 186 und bietet einen angenehmen Ausgangspunkt für die Ausflüge zu den historischen Stätten und in den Dschungel.
Achtung, hier wurde nur Bargeld akzeptiert! Das war überraschend, ist der nächste Geldautomat doch 60 km entfernt. Dank unseres Guides in Calakmul konnten wir jede Menge über die Maya lernen.
Nach 2 Tagen ging es weiter nach Campeche, einer hübschen Kolonialstadt im Westen Yucatans. Auch hier ist das historische Zentrum sehenswert.
Unser letztes Ziel war die Stadt Merida. Das Hotel lag unweit der Plaza Principal.
In Merida fanden gerade Kulturtage mit öffentlichen Konzerten statt. Auch der Markt mit seinen Gassen war ein Erlebnis. Ein Tipp im Internet brachte uns auf die Friedhöfe Panteón Florido und Cementerio Central. In Mexico wird ein anderer Umgang mit den Toten gepflegt. Offene Gräber mit Knochen und Schädel zeugen davon.
Ein Abstecher nach Celestun an die Lagune zur Flamingopopulation lag im Plan und hat sich gelohnt. Wann sieht man schon mal freie, fliegende Flamingos.
Mexiko war eine Reise wert.
Reichlich Fotos zu diesem Monat in Mexiko gibt es hier:
https://photos.app.goo.gl/8ujJBHSbXqQbF8DZ9